Phishing ADAC Kreditkarte Solarisbank

Phishing Mail ADAC Kreditkartenbetrug: Solarisbank Geld zurück

Kreditbetrug was tun

Haben Sie auch eine ADAC Phishing Mail, SMS oder Anruf erhalten, in der Sie zur Verifizierung Ihrer ADAC Kreditkarte bei der Solaris SE aufgefordert wurden? Kurz darauf gab es unautorisierte Abbuchungen? Diese Solarisbank Betrugsmaschen verunsichern tausende Kunden. Doch Sie müssen den Schaden nicht kampflos akzeptieren.
Wenn auch Sie Opfer einer unautorisierten Abbuchung geworden sind, erfahren Sie hier, wie Sie die Erstattung Ihres Geldes rechtlich durchsetzen.

Phishing ADAC Kreditkarte Solaris SE

Seit der Migration der ADAC Kreditkarten von der LBB zur Solaris SE nutzen Kriminelle die Umstellung gezielt aus. Unter dem Vorwand technischer Anpassungen oder Kontosperrungen werden Kunden auf täuschend echte Phishing-Seiten gelockt. So berichten viele Kreditkaten Inhaber von perfiden Phishing-Angriffen, bei denen Kriminelle sich Zugang zu Daten verschaffen und in kurzer Zeit hohe Summen abbuchen.

Besonders problematisch: Die hinter der Karte stehende Solaris Bank weist Rückforderungsansprüche der Betroffenen häufig zurück – mit dem Hinweis, es habe sich um eine angeblich „tokenisierte Zahlung“ gehandelt.

Wenn Sie vermuten, dass Sie Opfer einer ADAC Kreditkarten Phishing-Attacke geworden sind, zählt jede Minute:

  • Beweise sichern: Machen Sie Screenshots der Phishing-Mail, der Absenderadresse und etwaiger Bestätigungsseiten. Löschen Sie die Mail erst, wenn die Beweise gesichert sind.
  • Konten und Karten sperren: Rufen Sie sofort den Sperr-Notruf 116 116 an oder sperren Sie Ihren Online-Banking-Zugang direkt über die App.
  • Bank kontaktieren: Informieren Sie Ihren Kundenbetreuer. Fragen Sie explizit, ob Zahlungen noch „vorgemerkt“ sind und gestoppt werden können.

📢ADAC Betrugsmasche Brief/ Email (Video)

Viele Betroffene glauben, sie seien selbst schuld und das Geld sei verloren. Das ist rechtlich oft falsch.

Die Rechtslage nach § 675u BGB
Der Gesetzgeber ist hier verbraucherfreundlich: Bei einer nicht autorisierten Zahlung (also einer Zahlung, die Sie nicht bewusst freigegeben haben) ist die Bank grundsätzlich verpflichtet, den Betrag unverzüglich zu erstatten.

Das Argument der „groben Fahrlässigkeit“
Banken verweigern die Rückzahlung häufig mit dem Vorwurf, der Kunde habe grob fahrlässig gehandelt. Doch die Hürden dafür liegen hoch:

  • Ein einfacher Klick auf einen Link ist meist keine grobe Fahrlässigkeit.
  • Professionell gefälschte Mails, die von echten Solaris Bank-Mails kaum zu unterscheiden sind, entlasten Sie als Nutzer.
  • Wichtig: Die Beweislast liegt bei der Solaris SE – sie muss Ihnen die grobe Fahrlässigkeit nachweisen, nicht umgekehrt.

Das Argument der „tokenisierte Zahlung“
Unter „tokenisierten Zahlungen“ versteht man Zahlungen, bei denen anstelle der eigentlichen Kartendaten ein digitaler Token verwendet wird. Die Solarisbank argumentiert, solche Zahlungen seien besonders sicher und daher in jedem Fall vom Kunden autorisiert. In der Praxis bedeutet dies jedoch oft: Die Bank wälzt das Risiko auf die Kunden ab. Dass Kunden hier die Zahlungen auch wirklich freigegeben haben, kann die Bank damit nicht beweisen, und das ist bei den Phishing-Fällen der wichtigste Hebel für Betroffene.

Die Behauptung, eine Zahlung sei aufgrund von Tokenisierung zwingend vom Kunden autorisiert, hält einer rechtlichen Prüfung nicht stand:

  1. Beweislast bei der Bank: Nach ständiger Rechtsprechung muss die Bank nachweisen, dass der Kunde die Zahlung tatsächlich autorisiert hat. Der Verweis auf technische Verfahren genügt nicht.
  2. Pflichten der Bank: Banken wie die Solaris Bank sind verpflichtet, verdächtige Transaktionen zu prüfen und Sicherheitsmechanismen einzusetzen, bevor Gelder endgültig abfließen.
  3. Phishing-Urteile stärken Verbraucher: Gerichte haben wiederholt festgestellt, dass auch scheinbar sichere Authentifizierungsverfahren bei Betrugsfällen nicht automatisch eine Haftung der Kunden begründen.
  4. Keine grobe Fahrlässigkeit: Die Gerichte setzen hohe Maßstäbe an, um grobe Fahrlässigkeit anzunehmen. Dass Betrüger mit täuschend echten E-Mails oder gefälschten Login-Seiten arbeiten, entlastet die Verbraucher.

Das bedeutet für Sie: Der pauschale Verweis auf „tokenisierte Zahlungen“ entbindet die SolarisBank (Solaris SE) nicht von der Pflicht zur Rückerstattung.

Geld zurück nach Phishing Attacke 💶

Als Experten für IT-Recht und Verbraucherrecht nutzen wir bei der RAK Rechtsanwälte bewährte Strategien, um Ihr verlorenes Geld zurückzufordern. Wir prüfen für Sie:

  • Wir wehren den Vorwurf der groben Fahrlässigkeit juristisch fundiert ab
  • Hat die Bank ihre Sorgfaltspflichten verletzt (z.B. ungewöhnliche Transaktionen nicht gestoppt)?
  • War das Sicherheitsverfahren der Bank (z.B. Push-TAN) manipulierbar?

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Warum RAK Rechtsanwälte?

Phishing-Fälle erfordern Expertise in zwei hochspezialisierten Rechtsgebieten: Bankrecht und IT-Recht. Genau diese Doppelqualifikation bietet Ihnen unsere Kanzlei durch Rechtsanwältin Anja Appelt (Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht sowie Fachanwältin für Informationstechnologierecht IT-Recht) und Rechtsanwalt Thorsten Krause (Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht sowie Fachanwalt IT-Recht mit mit fundierteen IT-Recht-Erfahrungen). Damit decken unsere Experten beide Aspekte ab, die bei Phishing-Betrug entscheidend sind: die bankrechtliche Haftung bei unautorisierten Zahlungen und die technischen und rechtlichen Fragen rund um IT-Sicherheit und Authentifizierungsverfahren.

Mit über 20 Jahren Erfahrung im Verbraucherschutz kennen wir die Argumentationsstrategien der Banken genau und wissen, wie wir Ihre Ansprüche erfolgreich durchsetzen.

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FAQ & Tipps

Ist mein Geld weg, wenn ich die App-Freigabe gedrückt habe?

Nein. Die Rechtsprechung prüft sehr genau, ob der Nutzer erkennen konnte, dass er eine Zahlung und keine „Verifizierung“ autorisiert. In vielen Fällen bleibt die Bank erstattungspflichtig.

Tipp: Markieren Sie die Mail als Spam und löschen Sie diese. Führen Sie sicherheitshalber einen Virenscan auf Ihrem Gerät durch, falls durch das Laden von Bildern im Hintergrund Schadsoftware (Drive-by-Download) versucht wurde zu installieren.

Warum sollte ich einen Anwalt einschalten?

Die Solaris SE vertraut darauf, dass Kunden nach der ersten Ablehnung aufgeben. Ein spezialisierter Anwalt kann die Sicherheitslücken im System der Bank aufzeigen und den Druck erhöhen, um eine Rückzahlung nach § 675u BGB zu erzwingen.

Übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Kosten?

In der Regel ja. Da es sich um einen klassischen Fall des Bank- und Kapitalmarktrechts handelt, sind diese Verfahren meist gedeckt. Wir prüfen das vorab für Sie.

Wie erkenne ich eine ADAC Phishing Mail ?

Achten Sie auf die URL (Link-Adresse). Die Solaris SE fordert Sie niemals per SMS oder E-Mail dazu auf, Ihre PIN oder vollständige Kreditkartennummer auf einer Website einzugeben.

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